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Newsletter vom 23. November 2012
Hans Chemin-Petit (1902-1981)
Hans Chemin-Petit wurde am 24. Juli 1902 als Sohn einer französischen Emigranten-Familie in Potsdam geboren. Sein Vater war Dirigent und Komponist, seine Mutter Sängerin. Von 1920 bis 1926 studierte er an der Musikhochschule Berlin bei Hugo Becker Violoncello und bei Paul Juon Komposition. Seinen Unterhalt verdiente er sich mit Auftritten in Cafés und als Begleitmusiker von Stummfilmen. 1929 konnte er mit der Kammeroper Der gefangene Vogel (Lienau-Leihmaterial) auf der Opernfestwoche Duisburg einen ersten überregionalen Kompositionserfolg feiern. Auch die Uraufführung seiner 1. Symphonie (Lienau-Leihmaterial) in Dresden unter Fritz Busch bestätigte seinen Ruf als eine der stärksten kompositorischen Begabungen im Land. Als Komponist ging er von Anfang an abseits der Strömungen seinen eigenen Weg, mit der Überzeugung, dass sich auch mit Tonalität Werke eigener Prägung schaffen ließen. Der Austausch mit seinem Verleger Robert Lienau war für Chemin-Petit eine wichtige Quelle seines Schaffens. Ab 1929 unterrichtete er an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin. 1934 dirigierte er zum ersten Mal die Berliner Philharmoniker. 1936 erfolgte die Ernennung zum Professor an der Berliner Musikhochschule. 1938 gelangte Chemin-Petits Kantate An die Liebe im Rahmen der Reichsmusiktage zur Aufführung. 1939 übernahm er die Leitung des Reblingschen Gesangsvereins und des Domchores in Magdeburg, 1943 des Philharmonischen Chores Berlin, den er bis zu seinem Tod am 12. April 1981 leitete. 1945 wurde Chemin-Petit sofort wieder bei der Berliner Musikhochschule eingestellt und zusätzlich Leiter des Städtischen Chores Potsdam. 1965 übertrug man ihm das Amt des Stellvertretenden Direktors der Hochschule für Musik, das er bis zu seiner Pensionierung 1969 innehatte. 1963 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste ernannt, bei der er 1968 das Direktorat der Abteilung Musik übernahm. Für sein vielfältiges Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1968 das Bundesverdienstkreuz.
WERKAUSWAHL
An die Liebe Kammerkantate für Sopran und kleines Orchester 16 Min. RL 14230 Partitur 9,50 EUR RL 14240 Klavierauszug 7,50 EUR Orchestermaterial leihweise Die Kammerkantate ist eine Lobpreisung der Liebe, der ein Hymnus von Kanzler (um 1300) als textliche Grundlage diente. Dem Sinn der alten Verse spürte der Komponist einfühlsam nach.
RL 14250 Aus dem Buche Hiob. Kammerkantate für Alt, Blockflöte (f') und Viola (1960) 7,95 EUR UA: 18. Oktober 1962 anlässlich des 60. Geburtstages von Hans Chemin-Petit, Berlin, Hochmeistersaal Paulsborner Straße; Magda Schweri, Jeannette Chemin-Petit, Emil Seiler. Rundfunkaufnahmen: Radio DRS-Studio Zürich, RIAS Berlin (1962)
RL 14320 Kleine Suite für 9 Solo-Instrumente nach der Musik zum Puppenspiel „Dr. Johannes Faust“ Stimmen Inhalt: Ouvertüre (Festmusik am Hofe zu Parma), Kasperles Liedchen, Tanz , Melancholische Weise, Nachtbild, Erscheinung Besetzung: 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Oboe, Klarinette, Fagott und Schlagzeug Sechs zusammenhanglose Weisen, in denen der Witz regiert, aber auch sehr ernsthafte Musik, wie in dem ergreifenden „Nachtbild“. Den Instrumenten wurden bei aller Klarheit und Durchsichtigkeit keine alltäglichen Aufgaben zugewiesen, so dass beeindruckende Klangwirkungen erzielt werden. Zuweilen schwer für die Interpreten, aber ungemein reizvoll für die Hörer. Preis: 15,50 EUR
Kleines Triptychon (Angelus Silesius) RL 14290 für mittlere Stimme und Klavier 5,25 EUR RL 14300 für mittlere Stimme, 2 Blockflöten und Violoncello oder Klavier (VH 41) 7,50 EUR Inhalt: Ich weiß nicht, was ich bin Die Ros' ist ohn' Warum Wer sich nur einen Blick (Drei Sprüche) Spieldauer 5 Minuten UA: Landessender Potsdam Aufnahme 1948 für Ursendung mit Berta Tauert-Metzmacher, Andrea, Jeannette und Lena Chemin-Petit.
RL 14260 Drei Lieder (Huch: Liebesgedichte) (1928) Preis: 6,50 EUR Inhalt: Die Harfe war besaitet ohne Ziel In jener Zeit, da ich dich nicht mehr nannte Eine Melodie singt mein Herz Die Vertonung der drei Liebesgedichte von R. Huch stammen von 1928. 1954 wurde das Werk für den RIAS Berlin mit Siglinde Wagner und Käte Walter aufgenommen.
RL 14330 Hans Chemin-Petit Orchesterprolog Quadrupelfuge für großes Orchester (1939) 17 Min. RL 14330 Partitur 16,50 EUR RL 14340 Taschenpartitur 6,95 EUR Orchestermaterial leihweise Die Partitur zeigt einen äußerst kunstvollen und erstaunlich durchsichtigen polyphonen Satz. Doch nicht einen Augenblick hat man bei aller Satzkunst das Gefühl einer „gelehrten“ Musik. Ausdrucksstark durch das Gegenspiel der vier höchst individuellen Themen.
RL 14360 Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette (A), Horn (F) und Fagott (1949) RL 14360 Taschenpartitur 6,95 EUR RL 14370 Stimmen 13,50 EUR
Trio im alten Stil (1943) für Oboe, Klarinette (A) und Fagott RL 14380 Taschenpartitur 6,95 EUR RL 14390 Stimmen 11,75 EUR Inhalt: Allegro con spirito Andante sostenuto Menuetto Allegretto (Doppelfuge mit dem Lied: “Kume, kum, Geselle min”)
RL 14400 Hans Chemin-Petit Von der Eitelkeit der Welt (1936) Kantate nach Worten von Andreas Gryphius für Bariton und kleines Orchester 15 Min. RL 14400 Klavierauszug 6,95 EUR Orchestermaterial leihweise Ein Variationenwerk, das melodisch nicht starr wirkt.
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